Das Daten-Special von Tech2stay analysiert die Entwicklung des Frauenanteils in IT- und IKT-Berufen zwischen 2015 und 2025. Besonders bei Expertinnen gab es einen deutlichen Anstieg, während auch bei Fachkräften und Spezialistinnen Zuwächse verzeichnet wurden. 2025 ist jede fünfte Stelle im Bereich der Spezialistinnen mit einer Frau besetzt. Insgesamt arbeiten deutlich mehr Frauen auf höheren Anforderungsniveaus als auf Fachkraftebene. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen der Initiative "MissionMINT – Frauen gestalten Zukunft" gefördert.
Im Mai 2026 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen kräftigen Anstieg beim Auftragseingang: Im Vergleich zum Vormonat legten die Aufträge real um 3,3 Prozent zu. Besonders der Tiefbau konnte mit einem Plus von 8,7 Prozent punkten, während der Hochbau einen Rückgang von 3,1 Prozent hinnehmen musste. Im Dreimonatsvergleich stiegen die Aufträge insgesamt um 2,6 Prozent. Trotz der positiven Entwicklung bei den Aufträgen sank der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent. Nominal stieg der Umsatz jedoch um 2,4 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich ebenfalls leicht auf rund 545.000 Personen.
Das Heidelberger KI-Startup kausable hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 12 Millionen Euro eingesammelt. Ziel ist die Entwicklung einer KI, die sich ohne kostspieliges Nachtrainieren eigenständig an neue Situationen anpasst. Investoren aus Deutschland und Belgien wie UVC Partners, Entourage, HTGF und Mätch VC unterstützen das Vorhaben. Kausable setzt auf eine neue Generation von KI-Modellen, die mit minimalen Daten auskommen und selbstständig lernen. Das Team, gegründet aus der Forschung an der Universität Heidelberg, will mit dem Kapital seine Technologie und das Expertenteam weiter ausbauen und so Europas digitale Souveränität stärken.
Die Arbeiterkammern Wien und Steiermark bestätigen, dass der österreichische Lebensmittelhandel die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel vollständig an die Konsumenten weitergegeben hat. Bereits zuvor kam die Oesterreichische Nationalbank zum selben Ergebnis. Auch bei Damenhygieneprodukten wurde eine vollständige Weitergabe festgestellt. Der Lebensmittelhandel kritisiert zusätzliche Bürokratie durch neue Kontrollmaßnahmen und betont, dass Preise von vielen Faktoren entlang der Wertschöpfungskette abhängen. Trotz gestiegener Erzeugerpreise und Kosten wirkt der Wettbewerb inflationsdämpfend. Künftige Preisentwicklungen bleiben wegen Wetter und geopolitischer Unsicherheiten unklar.
Die Europäische Zentralbank hat die finalen Designvorschläge für die nächste Euro-Banknotenserie vorgestellt und lädt Bürgerinnen und Bürger europaweit zur Teilnahme an einer Online-Umfrage ein. Zwei Themen stehen zur Auswahl: "Europäische Kultur" sowie "Flüsse und Vögel". Die Rückmeldungen fließen in die Entscheidung über das endgültige Design ein, die Ende des Jahres erwartet wird. Die neuen Banknoten sollen nicht nur modernere Sicherheitsmerkmale, sondern auch nachhaltigere Materialien bieten. Die alten Scheine behalten weiterhin ihren Wert und bleiben parallel im Umlauf. Die Neugestaltung ist die erste seit 2002 und soll Europas Identität und Sicherheit stärken.
Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete der österreichische Start-up-Markt eine bemerkenswerte Erholung, mit einem Finanzierungsvolumen von 472 Millionen Euro, was einem Anstieg von 329 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Internationales Kapital spielt eine entscheidende Rolle, da rein internationale Investor:innen 64 % des Gesamtvolumens ausmachten und mindestens 300 Millionen Euro investierten. Die Zahl der Finanzierungsrunden erreichte mit 97 einen neuen Rekord. Besonders stark sind die Bereiche Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit im Fokus der Investor:innen, mit 93 Millionen Euro für AI-Start-ups und 170 Millionen Euro für Nachhaltigkeitsprojekte. Trotz der dominierenden internationalen Investoren bleibt die Rolle heimischer Kapitalgeber:innen für die Finanzierung in frühen Unternehmensphasen unerlässlich.
Rheinmetall erweitert am Standort Aschau a. Inn seine Produktionskapazitäten massiv und errichtet eine der größten und modernsten Pulverfabriken Europas. Mit einer Investition von mehreren hundert Millionen Euro sollen dort ab 2027 jährlich über eine Million Treibladungsmodule und mehrere tausend Tonnen Pulver produziert werden. Dadurch entstehen mehrere hundert neue Arbeitsplätze, die Belegschaft wächst auf rund 1.400 Mitarbeiter. Das Projekt „Firepower“ soll die Versorgung der Bundeswehr, der NATO und der EU mit Munition stärken und die Souveränität Europas im Verteidigungsbereich erhöhen. Bis 2030 strebt Rheinmetall eine Konzernkapazität von 20.000 Tonnen Treibladungspulver jährlich an.
Die Deutsche Börse Group hat im zweiten Quartal 2026 ein kräftiges Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt. Die Nettoerlöse stiegen um 9 Prozent auf 1,412 Milliarden Euro, das EBITDA legte um 13 Prozent auf 775 Millionen Euro zu. Auch das Ergebnis je Aktie verbesserte sich deutlich. Das Unternehmen profitierte von stabilen Treasury-Ergebnissen und einem erfolgreichen Aktienrückkaufprogramm. Wegen gestiegener Bareinlagen und veränderter Zinsaussichten hebt die Deutsche Börse ihre Prognose für das Gesamtjahr an. Für 2026 werden nun Nettoerlöse von über 6,4 Milliarden Euro und ein Treasury-Ergebnis von mehr als 0,7 Milliarden Euro erwartet.
Eine neue Studie des Fraunhofer IAO zeigt, dass Europas Automobilindustrie bis 2040 massive Einschnitte bei Arbeitsplätzen und Wertschöpfung drohen. Besonders betroffen ist die Produktion von Antriebssträngen, wo bis zu 726.000 Jobs und 95 Milliarden Euro verloren gehen könnten, vor allem bei Zulieferern in Deutschland. Strenge CO2-Regulierung ab 2035 verschärft die Risiken, während technologieoffene Ansätze den Rückgang abmildern könnten. Die Transformation bietet jedoch auch Chancen: Der Ausbau der Elektromobilität, digitale Geschäftsmodelle und neue Märkte eröffnen Potenziale für Beschäftigung und Wertschöpfung. Entscheidend sind innovationsfreundliche Bedingungen, wettbewerbsfähige Energiekosten und gezielte Qualifizierung, um negative Effekte abzufedern und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Ottakringer Brauerei hat ein neues Leichtbier mit 2,9% Alkoholgehalt vorgestellt, das den vollen Biergeschmack bietet. Das Bier ist in der 0,5-l-Mehrwegflasche erhältlich und richtet sich an Konsumenten, die bewusster genießen möchten, ohne auf Geschmack zu verzichten. Mit frischem und vollmundigem Aroma setzt Ottakringer 2,9% neue Akzente in der Kategorie der Leichtbiere. Das moderne Design unterstreicht den Charakter des Bieres und macht den reduzierten Alkoholgehalt sofort sichtbar.
OMV Petrom und ROMGAZ haben einen wichtigen Meilenstein beim Neptun-Deep-Projekt erreicht: Die Offshore-Förderplattform Neptun Alpha wurde erfolgreich im Schwarzen Meer installiert. Mit einem Gewicht von 16.500 Tonnen und modernster Technologie soll sie die Gasförderung ab 2027 ermöglichen. Das Projekt umfasst zehn Produktionsbohrungen, eine 160 Kilometer lange Pipeline und weitere Unterwasser-Infrastruktur. Ziel ist es, die Energiesicherheit Rumäniens zu stärken und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, die nächste Phase konzentriert sich auf die Anbindung aller Systemkomponenten.
Im Mai 2026 ist der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent gestiegen. Besonders der Maschinenbau und die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten trugen zu diesem Wachstum bei, während die Automobilindustrie einen leichten Rückgang verzeichnete. Die Reichweite des Auftragsbestands stieg auf 8,9 Monate, was auf eine anhaltend hohe Auslastung der Betriebe hindeutet. Auch die Bestände an Inlands- und Auslandsaufträgen legten zu. Die Entwicklung zeigt, dass die Industrie weiterhin von einer stabilen Nachfrage profitiert, wobei insbesondere Investitions- und Konsumgüterhersteller Zuwächse verbuchten.
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT präsentiert mit KASSANDRA ein innovatives KI-Exit-Game, das Unternehmen den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz näherbringt. In einer spannenden Thriller-Story erleben Teams unter Zeitdruck reale KI-Herausforderungen und lernen, kritisches Denken, Datensensibilität und den EU-AI-Act zu berücksichtigen. Das Spiel kombiniert Escape-Room-Elemente mit praxisnahen Business-Szenarien und eignet sich für Teamtage, Führungskräfte-Events und Weiterbildungen. KASSANDRA fördert Teamwork, Reflexion und macht Unternehmen fit für die Zusammenarbeit mit KI.
Das Forschungsprojekt ROBERTA testet erstmals hoch-automatisierte Busse im Linienbetrieb in der Steiermark und Kärnten. In Deutschlandsberg und dem Lavanttal werden ab Ende 2027 Busse auf bestehenden Linien eingesetzt, um die regionale Anbindung zu verbessern. Ziel ist die Entwicklung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Mobilität und die Schaffung eines verlässlichen öffentlichen Verkehrs. Ein Novum ist der koordinierte Flottenbetrieb mehrerer autonomer Busse. Das Projekt bringt Forschung, Industrie, Politik und Sozialpartner zusammen und legt Wert auf Nachhaltigkeit durch elektrische Antriebe und neue Arbeitsmodelle. Weitere Testregionen folgen in Oberösterreich und Tirol.
Das European Brand Institute hat die wertvollsten österreichischen Marken 2026 präsentiert: Red Bull führt erneut das Ranking an, gefolgt von NOVOMATIC und der Erste Group Bank, die mit einem Rekordwachstum auf Platz 3 springt. Die zehn Top-Marken steigern ihren Gesamtwert auf über 40,5 Milliarden Euro. Treiber des Wachstums sind Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Im Bereich nachhaltiger Markenführung setzt Verbund neue Maßstäbe, während die ÖBB zum siebten Mal als Nachhaltigkeits-Champion ausgezeichnet wurden. Die Studie unterstreicht die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien für Markenwert und Wettbewerbsfähigkeit in Österreich.
Im ersten Quartal 2026 verzeichnet die österreichische Industrie ein Umsatzplus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit einem Gesamtumsatz von 94,9 Milliarden Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung sinkt die Beschäftigung weiterhin, mit 12.000 weniger Stellen als im Vorjahr, was den zehnten Rückgang in Folge darstellt. Während die Automobilindustrie mit einem Umsatzplus von 7,5 Prozent an der Spitze steht, kämpfen die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Papierbranche mit rückläufigen Zahlen. Die Exporte steigen um 3,5 Prozent, jedoch brechen die Ausfuhren in die USA stark ein. Experten warnen, dass die Erholung nicht flächendeckend ist und die Unterschiede zwischen den Branchen zunehmen. Die Zukunft bleibt ungewiss, abhängig von der Nachfrage in Europa und der Handelspolitik in den USA.
Eine aktuelle Auswertung von kununu zeigt, dass Bademeisterinnen und Bademeister mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 39.588 Euro die Spitzenverdiener unter den Sommerjobs sind. Rettungsschwimmer und Event-Assistenten folgen auf den nächsten Plätzen, während Kioskverkäuferinnen das niedrigste Gehalt erhalten. Interessant ist jedoch, dass Animateurinnen mit 57 Prozent die höchste Gehaltszufriedenheit aufweisen, obwohl ihr Verdienst nur im Mittelfeld liegt. Dies deutet darauf hin, dass bei Sommerjobs neben dem Gehalt auch Faktoren wie Arbeitsumfeld und Flexibilität entscheidend für die Zufriedenheit sind.
Die OMV erhält von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen von 450 Millionen Euro für den Bau einer 140-Megawatt-Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff in Niederösterreich. Mit einer Gesamtinvestition von 600 Millionen Euro soll die Anlage ab Ende 2027 jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff liefern und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Raffinerie Schwechat leisten. Durch die neue Anlage können die CO₂-Emissionen der Raffinerie um rund 150.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Das Projekt ist Teil der OMV-Strategie, erneuerbare Energien auszubauen und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Renault hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Seit 2010 wurden eine Million Elektrofahrzeuge in Frankreich produziert. Dieser Erfolg steht für den tiefgreifenden Wandel der Renault Group hin zur Elektromobilität und für die Stärkung des Industriestandorts Frankreich. Mit Investitionen von 13 Milliarden Euro seit 2021 und weiteren geplanten Mitteln baut Renault eine komplette Wertschöpfungskette für Elektroautos auf. Die Produktion schafft zahlreiche Arbeitsplätze und stärkt regionale Wirtschaftsräume. Besonders das Werk ElectriCity hat sich zum europäischen Zentrum für E-Fahrzeuge entwickelt. Neben Renault werden dort auch Modelle für andere Marken gefertigt. Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung von Innovation und lokaler Wertschöpfung für die Zukunft der französischen Industrie.
Wolt hat eine neue Funktion namens "Einzeln Zahlen" eingeführt, die Gruppenbestellungen erleichtert. Ab sofort können alle Teilnehmer einer Bestellung ihren Anteil direkt in der Wolt App mit ihrer bevorzugten Zahlungsmethode bezahlen, ohne dass eine Person den gesamten Betrag vorstrecken muss. Diese Funktion zielt darauf ab, den Bestellprozess zu vereinfachen und unangenehme Situationen beim Geld einsammeln zu vermeiden. Die Service- und Liefergebühren werden automatisch fair auf alle Teilnehmer aufgeteilt. Die Einführung dieser Funktion soll die Nutzererfahrung verbessern und die Wahrscheinlichkeit von größeren und häufigeren Bestellungen erhöhen. Die Funktion wird schrittweise in allen Wolt-Märkten verfügbar gemacht.
