Ab dem 15. Juni 2026 startet TikTok Shop in Österreich und verändert die Art und Weise, wie Onlinehandel und soziale Medien miteinander verschmelzen. Stefan Eibl, Leiter des Masterstudiengangs E-Commerce & AI-Shopping an der FH Wiener Neustadt, hebt die Chancen und Herausforderungen des Social Commerce hervor. Produkte können direkt aus Videos und Livestreams gekauft werden, was ein komfortables Einkaufserlebnis schafft. Besonders kleine und mittlere Unternehmen können von dieser Entwicklung profitieren, da kreative Inhalte hohe Reichweiten erzielen können. Eibl beobachtet einen Trend zu impulsiven Kaufentscheidungen, vor allem bei jüngeren Nutzern. Der Artikel betont auch die Notwendigkeit, Studierende auf die Herausforderungen und Chancen des digitalen Handels vorzubereiten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt seit Ausbruch des Iran-Konflikts eine deutlich restriktivere Haltung in ihrer Kommunikation. Öffentliche Äußerungen der EZB-Ratsmitglieder deuten auf eine wachsende Sorge vor neuen Inflationsrisiken hin. Die Mitglieder treten dabei ungewöhnlich geschlossen auf, was ein klares Signal an die Finanzmärkte sendet. Eine Analyse des ZEW Mannheim zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der EZB-Ratssitzung am 11. Juni 2026 hoch ist. Die einheitliche Kommunikation verstärkt die Glaubwürdigkeit der EZB und verringert Unsicherheiten an den Märkten.
Die Fußball-Weltmeisterschaft sorgt in Österreich für große Vorfreude: Über die Hälfte der Bevölkerung plant, die Spiele zu verfolgen. Besonders der heimische Handel profitiert, denn rund ein Drittel der Österreicher:innen gibt an, im Zuge der WM zusätzliche Ausgaben zu tätigen. Im Fokus stehen dabei vor allem Snacks, Getränke und Grillbedarf. Gemeinschaftserlebnisse stehen hoch im Kurs: Viele schauen die Spiele gemeinsam mit Familie oder Freunden, einige besuchen Public Viewings oder Gastronomiebetriebe. Auch Fanartikel, Sportausrüstung sowie TV- und Audio-Equipment werden verstärkt gekauft. Insgesamt erwartet der Handel einen Mehrumsatz von rund 200 Millionen Euro.
Die Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Passau und Obertraubling, die von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 andauern, führen zu erheblichen Änderungen im Fernverkehr der ÖBB. Reisende müssen mit Fahrzeitverlängerungen von bis zu 30 Minuten auf den Strecken von Wien nach Tirol und Vorarlberg rechnen. Die ÖBB hat alternative Routen eingerichtet, um die Verbindungen nach Deutschland aufrechtzuerhalten. Zudem gibt es zusätzliche Bauarbeiten im Unterinntal, die von 10. Juli bis 16. September weitere Fahrplanänderungen mit sich bringen. Die ÖBB betont, dass trotz der Einschränkungen ein verlässliches Mobilitätsangebot gewährleistet bleibt und empfiehlt den Fahrgästen, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Fahrpläne zu informieren.
Die Inflation in der Eurozone steigt im Mai voraussichtlich leicht auf 3,2 Prozent und könnte in den kommenden Monaten auf bis zu 3,5 Prozent klettern. Grund dafür sind vor allem Energie- und Lebensmittelpreise, doch ein starker und dauerhafter Anstieg wird nicht erwartet. Bereits ab 2027 wird mit einem Rückgang auf etwa 2,0 Prozent gerechnet. Die EZB plant als Reaktion auf mögliche Zweitrundeneffekte eine Leitzinserhöhung im Juni, ein weiterer Schritt im September ist möglich. In den USA bleibt der Arbeitsmarkt stabil, größere geldpolitische Impulse werden dort nicht erwartet.
Die Europäische Kommission hat gegen die Online-Plattform Temu eine Strafe von 200 Millionen Euro verhängt. Grund dafür sind Verstöße gegen europäische Vorgaben zur Risikobewertung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Verkauf von Babyspielzeug, das gefährliche Chemikalien oder verschluckbare Kleinteile enthielt. Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die Entscheidung und sieht darin ein klares Signal für mehr Fairness und gleiche Wettbewerbsbedingungen im Handel. Die EU macht damit deutlich, dass auch internationale Anbieter sich an europäische Regeln halten müssen.
Im ersten Quartal 2026 sind die Reallöhne in Deutschland um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Während die Nominallöhne um 4,1 Prozent zulegten, erhöhten sich die Verbraucherpreise lediglich um 2,2 Prozent. Besonders stark profitierten Beschäftigte im Bergbau, Finanzwesen und der Energieversorgung von Lohnzuwächsen. Geringverdienende und Auszubildende verzeichneten überdurchschnittliche Lohnanstiege. Grund dafür sind unter anderem die Anhebung des Mindestlohns und der Mindestausbildungsvergütung. Auch Minijobber profitieren von der neuen Verdienstgrenze.
Infineon Technologies AG präsentiert auf der PCIM Europe 2026 in Nürnberg innovative Halbleiterlösungen für die Energieinfrastruktur, KI-Rechenzentren, Robotik und Elektromobilität. Das Unternehmen stellt Silizium-, Siliziumkarbid- und Galliumnitrid-Halbleiter sowie ergänzende Software, Tools und Cybersicherheitslösungen vor. Mit diesen Technologien unterstützt Infineon die Dekarbonisierung und Digitalisierung wichtiger Branchen. Besucherinnen und Besucher können sich vom 9. bis 11. Juni 2026 am Stand 470 in Halle 7 über die neuesten Entwicklungen informieren.
Willhaben wurde zum 17. Mal in Folge als „Great Place to Work®“ ausgezeichnet und sicherte sich 2026 erneut den ersten Platz in der Kategorie „Large“. Die Preisverleihung fand im Rahmen der festlichen „For All Stars Night“ in Wien statt. Das Unternehmen hebt besonders die Bedeutung einer starken Unternehmenskultur und das Engagement seiner Mitarbeiter hervor. Die Auszeichnung basiert auf Mitarbeiterbefragungen, die von Great Place to Work® international durchgeführt werden. Das renommierte Gütesiegel stärkt das Employer Branding und macht willhaben weiterhin zu einem attraktiven Arbeitgeber am österreichischen Arbeitsmarkt.
PÜSPÖK lädt zur Pressekonferenz zur Eröffnung des zweitgrößten Super-Hybrid-Kraftwerks Europas in Nickelsdorf ein. Das innovative Projekt kombiniert Windkraftanlagen mit Agri-Photovoltaik und Batteriespeichern, um erneuerbare Energie nahezu rund um die Uhr bereitzustellen. Die Finanzierung erfolgt durch die Europäische Investitionsbank und die Erste Bank, was die Energieunabhängigkeit und -versorgung in Österreich stärkt. Die Pressekonferenz findet am 01. Juni 2026 statt, gefolgt von einer Besichtigung des Standorts.
Die SPAR Österreichische Warenhandels-AG hat die Nachfolge im Vorstand frühzeitig geregelt, um Kontinuität und Stabilität zu gewährleisten. Ab dem 1. Januar 2028 wird Mag. Markus Kaser neuer Vorstandsvorsitzender, während Mag. Paul Klotz im Vorstand bleibt. Neu in den Vorstand berufen werden Mag. Johannes Holzleitner, Mag. Gerhard Wandl und Mag. Tanja Wiesmann, die alle über umfangreiche Managementerfahrung bei SPAR verfügen. Die Veränderungen sind notwendig, da die bisherigen Vorsitzenden KR Hans K. Reisch und Mag. Marcus Wild altersbedingt ausscheiden. SPAR betont die Wichtigkeit einer geordneten Übergabe und die Kontinuität der Unternehmensführung.
Im Jahr 2025 machten Kurzstreckenflüge bis 1.000 Kilometer 45 Prozent aller Passagierflüge an deutschen Hauptverkehrsflughäfen aus. Die meisten dieser Flüge gingen ins Ausland, besonders oft nach London-Heathrow. Auch innerdeutsche Strecken wie Frankfurt-Berlin waren stark frequentiert. Im ersten Quartal 2026 sank die Zahl der Kurzstreckenflüge im Vergleich zu den Vorjahren leicht. Für längere Urlaubsreisen innerhalb der EU war das Flugzeug weiterhin das bevorzugte Verkehrsmittel, besonders bei Aufenthalten ab vier Übernachtungen.
Der ADAC verzeichnet mit 22,7 Millionen Mitgliedern einen neuen Rekord und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen bleibt die Leistungsfähigkeit des Clubs erhalten. Im Jahr 2025 wurde die Hilfe des ADAC besonders häufig in Anspruch genommen. Aufgrund gestiegener Kosten beschloss die Hauptversammlung eine Beitragsanpassung ab 2027. Gleichzeitig werden die Leistungen erweitert, etwa beim Abschleppen. Mit neuen Serviceangeboten und einem neuen Verkehrspräsidenten setzt der ADAC auf Zukunftsthemen wie Gesundheit und Sicherheit.
Eine aktuelle Umfrage von Marketagent im Auftrag von karriere.at zeigt, dass 46 Prozent der Berufstätigen in Österreich Veränderungen beim Personalstand ihrer Arbeitgeber wahrnehmen. Diese Veränderungen sind für viele spürbarer als technologische Entwicklungen. Der CEO von karriere.at, Georg Konjovic, betont die Bedeutung von Kommunikation und Unterstützung durch Führungskräfte, um die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter zu fördern. Trotz der Herausforderungen fühlen sich 81 Prozent der Erwerbsfähigen in der Lage, ihre berufliche Entwicklung aktiv zu beeinflussen. Die Umfrage verdeutlicht auch, dass eine starke Unterstützung durch Führungskräfte entscheidend ist, um Unsicherheiten zu begegnen und optimistisch auf Veränderungen zu reagieren. Am 27. Mai 2026 wird das Thema „Shift happens: HR in Zeiten der Dauerveränderung“ bei einer Experts Session in Wien diskutiert.
Die deutsche Wirtschaft verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein leichtes Wachstum: Das Bruttoinlandsprodukt stieg preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders die Exporte legten kräftig zu, während staatliche Konsumausgaben ebenfalls deutlich wuchsen. Die privaten Haushalte hielten ihre Ausgaben hingegen stabil. Im Baugewerbe kam es witterungsbedingt zu Rückgängen, während das verarbeitende Gewerbe und viele Dienstleistungsbereiche ihre Leistung steigern konnten. Die Zahl der Erwerbstätigen sank leicht, die Arbeitsproduktivität stieg jedoch an. Im internationalen Vergleich entwickelte sich die deutsche Wirtschaft etwas besser als der EU-Durchschnitt.
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland ist 2025 dramatisch um 18 Prozent auf 206.600 gesunken. Damit wurde der niedrigste Wert seit 2012 erreicht. Besonders stark betroffen sind Neubauten: Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern gab es teils massive Rückgänge. Im Osten fiel der Einbruch mit über 34 Prozent sogar doppelt so hoch aus wie im Westen. Auch die Dauer von der Genehmigung bis zur Fertigstellung verlängerte sich weiter, während die durchschnittliche Wohnfläche erneut schrumpfte. Trotz steigender Baugenehmigungen bleibt ein großer Bauüberhang bestehen, da viele Projekte nicht umgesetzt werden. Die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden nahm ebenfalls ab.
Ikea Deutschland setzt ab Juni 2026 in allen Filialen die „Stille Stunde“ ein. Immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr wird das Einkaufserlebnis für Kundinnen und Kunden reizärmer gestaltet: Musik und nicht sicherheitsrelevante Durchsagen entfallen, die Lichtintensität wird gedimmt und laute Tätigkeiten pausieren. Ziel ist es, Menschen mit Neurodivergenz, sensorischen Empfindlichkeiten sowie Familien und älteren Personen ein angenehmeres Einkaufen zu ermöglichen. Dieses neue Angebot soll Barrieren abbauen und die Inklusion im Einzelhandel fördern. Nach erfolgreichen Testläufen in mehreren Städten reagiert Ikea damit auf die wachsende gesellschaftliche Sensibilität für unterschiedliche Bedürfnisse.
Das EU-Parlament hat eine neue Verordnung zum Schutz der europäischen Stahlindustrie beschlossen. Diese ersetzt das bisherige System und sieht strengere Maßnahmen vor, um die Branche vor globalen Überkapazitäten und Rekordimporten zu schützen. Die zollfreie Einfuhrmenge wird deutlich reduziert und der Zollsatz für Überschreitungen auf 50 Prozent erhöht. Die österreichische Stahlbranche begrüßt die Initiative und fordert, den Schutz auch auf stahlhaltige Produkte auszuweiten. Zusätzlich werden Maßnahmen gegen hohe Energiepreise und für einen effektiven CO₂-Grenzausgleich gefordert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie langfristig zu sichern.
Das deutsche Gastgewerbe musste im März 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz real um 2,2 Prozent, nominal um 1,3 Prozent. Besonders betroffen waren Hotels und Beherbergungsunternehmen, die ein reales Minus von 5,6 Prozent verzeichneten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt der reale Umsatz sogar 5,2 Prozent niedriger, während er nominal leicht zulegte. Die Gastronomie zeigte sich etwas stabiler, mit einem realen Rückgang von nur 0,1 Prozent gegenüber Februar. Insgesamt befindet sich der reale Umsatz im Gastgewerbe auf dem niedrigsten Niveau seit März 2022, als die Nachwirkungen der Corona-Krise noch deutlich spürbar waren.
Der Semmering-Basistunnel erreicht einen wichtigen Meilenstein: Erstmals durchquerte eine offizielle Delegation den Tunnel von Gloggnitz nach Mürzzuschlag. Der symbolische Durchbruch markiert das nahende Ende der Bauphase eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs. Ab Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Tunnel fahren und die Reisezeit zwischen Wien und Graz auf unter zwei Stunden verkürzen. Das Projekt gilt als Impuls für klimafreundlichen Verkehr und stärkt den Wirtschaftsstandort. Bis zur Inbetriebnahme stehen noch umfassende technische Ausrüstungen und Gleisarbeiten an.
