Im ersten Quartal 2026 verzeichnet die österreichische Industrie ein Umsatzplus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit einem Gesamtumsatz von 94,9 Milliarden Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung sinkt die Beschäftigung weiterhin, mit 12.000 weniger Stellen als im Vorjahr, was den zehnten Rückgang in Folge darstellt. Während die Automobilindustrie mit einem Umsatzplus von 7,5 Prozent an der Spitze steht, kämpfen die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Papierbranche mit rückläufigen Zahlen. Die Exporte steigen um 3,5 Prozent, jedoch brechen die Ausfuhren in die USA stark ein. Experten warnen, dass die Erholung nicht flächendeckend ist und die Unterschiede zwischen den Branchen zunehmen. Die Zukunft bleibt ungewiss, abhängig von der Nachfrage in Europa und der Handelspolitik in den USA.
Eine aktuelle Auswertung von kununu zeigt, dass Bademeisterinnen und Bademeister mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 39.588 Euro die Spitzenverdiener unter den Sommerjobs sind. Rettungsschwimmer und Event-Assistenten folgen auf den nächsten Plätzen, während Kioskverkäuferinnen das niedrigste Gehalt erhalten. Interessant ist jedoch, dass Animateurinnen mit 57 Prozent die höchste Gehaltszufriedenheit aufweisen, obwohl ihr Verdienst nur im Mittelfeld liegt. Dies deutet darauf hin, dass bei Sommerjobs neben dem Gehalt auch Faktoren wie Arbeitsumfeld und Flexibilität entscheidend für die Zufriedenheit sind.
Die OMV erhält von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen von 450 Millionen Euro für den Bau einer 140-Megawatt-Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff in Niederösterreich. Mit einer Gesamtinvestition von 600 Millionen Euro soll die Anlage ab Ende 2027 jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff liefern und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Raffinerie Schwechat leisten. Durch die neue Anlage können die CO₂-Emissionen der Raffinerie um rund 150.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Das Projekt ist Teil der OMV-Strategie, erneuerbare Energien auszubauen und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Renault hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Seit 2010 wurden eine Million Elektrofahrzeuge in Frankreich produziert. Dieser Erfolg steht für den tiefgreifenden Wandel der Renault Group hin zur Elektromobilität und für die Stärkung des Industriestandorts Frankreich. Mit Investitionen von 13 Milliarden Euro seit 2021 und weiteren geplanten Mitteln baut Renault eine komplette Wertschöpfungskette für Elektroautos auf. Die Produktion schafft zahlreiche Arbeitsplätze und stärkt regionale Wirtschaftsräume. Besonders das Werk ElectriCity hat sich zum europäischen Zentrum für E-Fahrzeuge entwickelt. Neben Renault werden dort auch Modelle für andere Marken gefertigt. Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung von Innovation und lokaler Wertschöpfung für die Zukunft der französischen Industrie.
Wolt hat eine neue Funktion namens "Einzeln Zahlen" eingeführt, die Gruppenbestellungen erleichtert. Ab sofort können alle Teilnehmer einer Bestellung ihren Anteil direkt in der Wolt App mit ihrer bevorzugten Zahlungsmethode bezahlen, ohne dass eine Person den gesamten Betrag vorstrecken muss. Diese Funktion zielt darauf ab, den Bestellprozess zu vereinfachen und unangenehme Situationen beim Geld einsammeln zu vermeiden. Die Service- und Liefergebühren werden automatisch fair auf alle Teilnehmer aufgeteilt. Die Einführung dieser Funktion soll die Nutzererfahrung verbessern und die Wahrscheinlichkeit von größeren und häufigeren Bestellungen erhöhen. Die Funktion wird schrittweise in allen Wolt-Märkten verfügbar gemacht.
Der Ausbau der Wiener U2 erreicht einen wichtigen Meilenstein: Der Tunnelvortrieb auf beiden Gleisen zwischen Matzleinsdorfer Platz und Augustinplatz ist abgeschlossen. Die Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ hat erfolgreich zwei neue Streckenröhren geschaffen, die künftig vier neue U2-Stationen miteinander verbinden werden. Das Großprojekt, umgesetzt von einer Arbeitsgemeinschaft aus STRABAG und PORR, gilt als Wiens bedeutendstes Klimaschutzvorhaben. Der unterirdische Aushub sparte tausende LKW-Fahrten und CO₂ ein. Nach dem finalen Durchschlag beginnen nun die Demontagearbeiten der Maschine, bevor sie für neue Einsätze vorbereitet wird.
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni 2026 auf 2,3 Prozent gefallen und setzt damit den Trend der vergangenen Monate fort. Haupttreiber bleiben die Energiepreise, die aufgrund internationaler Krisen weiterhin hoch sind, jedoch weniger stark steigen als zuvor. Besonders Kraftstoffe und leichtes Heizöl wurden günstiger, während auch die Nahrungsmittelpreise im Vergleich zum Vormonat leicht sanken. Im Jahresvergleich verteuerten sich Energieprodukte um 3,4 Prozent, während Haushaltsenergie teilweise günstiger wurde. Dienstleistungen wurden mit 3,1 Prozent überdurchschnittlich teurer, insbesondere soziale Einrichtungen und Reparaturen. Insgesamt gingen die Verbraucherpreise gegenüber Mai um 0,3 Prozent zurück.
Im April 2026 wurden in Deutschland 2.276 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, ein Anstieg von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren die Branchen Verkehr und Lagerei, das Gastgewerbe sowie das Baugewerbe. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im selben Zeitraum ebenfalls leicht an. Von Januar bis April 2026 registrierten die Amtsgerichte insgesamt 8.551 Unternehmensinsolvenzen, was einem Plus von 6,7 Prozent entspricht. Die Gläubigerforderungen fielen jedoch niedriger aus als im Vorjahr, da weniger große Unternehmen betroffen waren.
Eine neue Fraunhofer-Studie warnt vor einem deutlich steigenden Rohstoffbedarf durch Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien. Besonders Metalle wie Iridium, Lithium und Scandium werden in den nächsten Jahrzehnten stark nachgefragt, was zu potenziellen Engpässen führen könnte. Um die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu sichern, empfehlen die Forschenden Maßnahmen wie Diversifizierung der Lieferketten, Ausbau der Kreislaufwirtschaft und Materialinnovation. Die Studie dient als Frühwarnsystem für Politik und Industrie, um auf die Herausforderungen rechtzeitig zu reagieren.
In Mergelstetten wurde die weltweit erste Demonstrationsanlage für die Pure-Oxyfuel-Technologie in der Zementproduktion feierlich eröffnet. Die Anlage kann bis zu 95 Prozent der CO2-Emissionen aus der Klinkerherstellung abscheiden und gilt als Meilenstein für klimafreundliche Industrieprozesse. Das Projekt, an dem thyssenkrupp Calvion und weitere Partner beteiligt sind, bietet eine Plattform für Forschung und Weiterentwicklung innovativer Technologien. Ziel ist es, die Dekarbonisierung der Zementindustrie voranzutreiben und die Technologie künftig auch in anderen Industriezweigen einzusetzen.
ROSSMANN bringt Ende 2026 ein neues digitales Angebot im Gesundheitsbereich auf den Markt. Kundinnen und Kunden können dann über die ROSSMANN-App nicht nur Arzneimittel bestellen, sondern auch ihr E-Rezept einlösen. Die neue ROSSMANN-Apotheke B.V. mit Sitz im niederländischen Emmen wird das Serviceangebot ergänzen und einen niederschwelligen Zugang zu apothekennahen Produkten bieten. Mit der Integration in die bestehende App, die bereits über 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzer zählt, soll das Einkaufserlebnis nahtlos erweitert werden. Gleichzeitig läuft das Recruiting für das neue Apothekenteam und es werden Partnerschaften mit Unternehmen aus der Gesundheits- und Pharmaindustrie vorbereitet, um das Angebot zum Marktstart zu stärken.
Klinische Studien in Österreich sorgen jährlich für eine Bruttowertschöpfung von 174 Millionen Euro und sichern über 2.200 Arbeitsplätze. Sie entlasten zudem das Gesundheitssystem, da pharmazeutische Unternehmen die Kosten für medizinische Leistungen während der Studien übernehmen. Die aktuelle Studie des Instituts für Pharmaökonomische Forschung zeigt, dass der gesamtwirtschaftliche Effekt klinischer Forschung gestiegen ist. Neben wirtschaftlichen Vorteilen profitieren Patientinnen und Patienten durch frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien. Experten fordern ein stärkeres politisches Bekenntnis, um Österreichs Position als Forschungsstandort zu sichern.
Die MM Group präsentiert mit GreenPeel eine innovative, faserbasierte Verpackungslösung für die Lebensmittelindustrie, die den Kunststoffverbrauch deutlich senken soll. Durch gezieltes Tray-Design und die Wahl nachhaltiger Materialien wird Materialabfall reduziert, ohne die Schutzfunktion und Effizienz entlang der Lieferkette zu beeinträchtigen. GreenPeel-Trays lassen sich nahtlos in bestehende Produktionslinien integrieren und bieten die notwendige Festigkeit für verschiedene Anwendungen. Damit setzt MM auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, um zukunftsweisende Verpackungen für den Markt bereitzustellen.
Apple hat eine mehrjährige Vereinbarung mit Broadcom abgeschlossen, um maßgeschneiderte Chips und moderne Funktechnologien für Apple-Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Das Abkommen im Wert von über 30 Milliarden US-Dollar ermöglicht die Produktion von mehr als 15 Milliarden in den USA hergestellten Chips und schafft hunderte neue Arbeitsplätze. Die Kooperation ist Teil von Apples American Manufacturing Program und beinhaltet Investitionen in die Modernisierung der Broadcom-Fabrik in Fort Collins, Colorado. Insgesamt plant Apple, in den nächsten vier Jahren 600 Milliarden US-Dollar in die US-Wirtschaft zu investieren und so Produktion, Technologie und Arbeitsplätze zu stärken.
TK Maxx erweitert seinen Flagship Store auf der Wiener Mariahilfer Straße und macht ihn zum größten in Österreich. Mit einer Verkaufsfläche von über 4.300 Quadratmetern verdoppelt sich der Raum für Fashion, Beauty, Home & Living und mehr. Die Expansion bringt über 100 neue Arbeitsplätze und bietet täglich neue Marken-Deals mit bis zu 60 Prozent Ersparnis. Shopping-Fans können sich auf eine größere Auswahl von über 30.000 zusätzlichen Produkten freuen, darunter internationale Designer-Labels und angesagte Marken. Der Store wird rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft eröffnet und verspricht ein einzigartiges Einkaufserlebnis mit ständig wechselnden Angeboten.
Wissenschaftler von Oak Ridge National Lab, Cleveland Clinic und IBM haben erstmals komplexe Berechnungen zu Fusionsmaterialien auf einem Quantencomputer durchgeführt. Sie analysierten neun molekulare Konfigurationen eines Materials zur Gewinnung von Tritium, das als Schlüsselbrennstoff für die Kernfusion gilt. Die Ergebnisse gelten als wichtiger Schritt zur Lösung des langjährigen Problems der Tritium-Gewinnung, das bisher die Entwicklung von Fusionskraftwerken bremste. Die Forscher nutzten eine neue Quanten-zentrierte Supercomputing-Methode, um das Verhalten des Materials FLiBe unter extremen Bedingungen zu simulieren. Das Projekt ist Teil der US-Genesis-Mission und soll die Entwicklung sauberer, unbegrenzter Energie durch Fusion beschleunigen.
A1 Telekom Austria AG hat eine neue Lösung zur IT-Sicherheit für Unternehmen vorgestellt: A1 Business Internet Secure. Diese bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, ihre IT-Infrastruktur gegen Cyberbedrohungen wie Phishing und Malware zu schützen, ohne dass dafür zusätzliche Ressourcen benötigt werden. Das Angebot umfasst eine automatische Blockierung gefährlicher Inhalte und ist für die ersten sechs Monate kostenlos, um den Einstieg zu erleichtern. Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1, betont die Notwendigkeit, Sicherheit in die digitale Infrastruktur von Unternehmen zu integrieren und bietet damit eine benutzerfreundliche Lösung, die ohne komplizierte Installation funktioniert. Nach der Testphase stehen flexible Tarifmodelle zur Verfügung, die auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten sind.
Der neue Hochleistungsrechner MUSICA wurde in Innsbruck, Linz und Wien eröffnet und gehört zu den 100 schnellsten Supercomputern weltweit. Mit einer Gesamtleistung von 45 Petaflops übertrifft er die bisherigen österreichischen Supercomputer erheblich. MUSICA unterstützt sowohl klassische Hochleistungsrechner-Anwendungen als auch KI-Anwendungen und ist für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen wie Physik, Chemie und Umweltforschung konzipiert. Die Finanzierung erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft und das Bundesministerium für Wissenschaft. Es bestehen jedoch Bedenken bezüglich der Budgetkürzungen bei Universitäten, die den Betrieb des Supercomputers gefährden könnten.
Laut einer aktuellen EY-Studie haben die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt im ersten Halbjahr 2026 ihren Marktwert erheblich gesteigert, vor allem durch den Boom der Künstlichen Intelligenz (KI). Der kumulierte Börsenwert der Top 100 Unternehmen beträgt nun rund 61,9 Billionen US-Dollar, wobei Technologieunternehmen mit einem Anstieg von 30 Prozent auf 35,2 Billionen US-Dollar besonders profitieren. US-Firmen dominieren die Liste, unter den Top 10 sind acht Unternehmen aus den USA. Europa hingegen zeigt eine schwache Präsenz, was auf fragmentierte Kapitalmärkte und eine schwache Risikokultur zurückzuführen ist. Experten warnen vor einer möglichen KI-Blase und betonen die Dringlichkeit für Europa, im KI-Wettbewerb aufzuholen.
PayPal ist dem European Payments Council (EPC) beigetreten und stärkt damit seine Rolle im europäischen Zahlungsverkehr. Die Mitgliedschaft ermöglicht es PayPal, aktiv an der Gestaltung von Standards, Regeln und Infrastruktur des Zahlungsverkehrs in 41 europäischen Ländern mitzuwirken. Besonders im Fokus stehen Themen wie Interoperabilität, Sofortzahlungen und Betrugsprävention. PayPal möchte durch die Zusammenarbeit mit Branchenpartnern und Regulatoren innovative und nahtlose Zahlungserfahrungen für Verbraucher und Unternehmen in Europa vorantreiben.
