Deutsche Unternehmen geraten immer stärker ins Visier ausländischer Geheimdienste. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie konnten 37 Prozent der betroffenen Firmen mindestens einen Angriff einem fremden Nachrichtendienst zuordnen. Besonders häufig werden Cyberattacken China und Russland zugeschrieben, aber auch der Iran tritt neu als Akteur auf. Die Schäden durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage belaufen sich auf bis zu 270 Milliarden Euro, wobei drei Viertel der Schäden durch Cyberangriffe entstehen. Künstliche Intelligenz verschiebt die Angriffsmuster im Cyberraum und eröffnet Angreifern neue Möglichkeiten. Unternehmen sehen sich zunehmend bedroht, investieren aber weiterhin zu wenig in IT-Sicherheit. Die enge Zusammenarbeit mit Behörden gewinnt an Bedeutung, doch die Abwehr bleibt eine große Herausforderung.
Die Deutsche Telekom stellt 1,3 Millionen alte Festnetzanschlüsse auf Mobilfunk um. Wer keinen Internetanschluss möchte, kann künftig nur noch über Mobilfunk telefonieren. Die neuen Tarife der Telekom sind deutlich teurer als günstige Mobilfunkangebote auf dem freien Markt. Kunden können mit alternativen Tarifen jährlich über 200 Euro sparen. Für die Nutzung wird eine spezielle Telefonbox benötigt, die zusätzliche Kosten verursacht. Andere große Anbieter bieten bereits seit Längerem nur Kombitarife aus Internet und Telefonie an. Ein Umstieg auf günstige Handytarife kann die monatlichen Kosten erheblich senken.
Zum Schulbeginn planen 45 % der Österreicherinnen und Österreicher Einkäufe oder Geschenke – das sind etwas weniger als im Vorjahr. Die Ausgabenbereitschaft steigt jedoch deutlich: Im Schnitt werden heuer 181 Euro pro Kopf investiert, wobei der stationäre Papier- und Buchhandel weiterhin die erste Wahl bleibt. Besonders gefragt sind klassische Schulartikel, aber auch Kleidung, Sportartikel und Elektronik gewinnen an Bedeutung. Auffällig sind regionale Unterschiede bei den Ausgaben, wobei Salzburg und Oberösterreich mit 210 Euro an der Spitze liegen. Trotz höherer Ausgabenbereitschaft bleiben die Preise für viele Produkte stabil oder sinken sogar, wie bei Schultaschen. Online-Shops gewinnen an Bedeutung, doch das Fachgeschäft vor Ort bleibt für die meisten Kundinnen und Kunden die erste Adresse.
Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland erreicht 2025 mit 21,4 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 60,8 Prozent. Besonders große Vermögensübertragungen ab 20 Millionen Euro trugen mit einer mehr als Verdopplung der Steuerlast maßgeblich zu diesem Rekord bei. Auch das steuerlich berücksichtigte Vermögen durch Erbschaften und Schenkungen stieg deutlich und lag bei 150,5 Milliarden Euro. Während Erbschaften und Vermächtnisse 87,3 Milliarden Euro ausmachten, wurden durch Schenkungen 63,2 Milliarden Euro übertragen. Die meisten Übertragungen lagen weiterhin unterhalb der Freibeträge und wurden daher steuerlich nicht erfasst.
Autonome Fahrzeuge halten Einzug in Deutschland: Nach Hamburg plant nun auch München, mit einem kommerziellen Robotaxi-Dienst von Waymo neue Maßstäbe zu setzen. Damit wird München neben Hamburg zu einem Vorreiter für autonome Fahrdienste in Europa. Deutschland macht somit einen wichtigen Schritt in Richtung Regelbetrieb autonomer Fahrzeuge und unterstreicht seine Rolle als innovativer Mobilitätsstandort. Laut einer aktuellen Umfrage zeigen sich 56 Prozent der Deutschen offen für die Nutzung von selbstfahrenden Taxis.
Im 2. Quartal 2026 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Besonders die Exporte legten kräftig zu und sorgten für den Aufschwung, während Investitionen in Maschinen und Fahrzeuge zurückgingen. Auch der Handel entwickelte sich besser als erwartet, die Bauinvestitionen blieben jedoch schwach. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das BIP um 1,0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung wuchs in fast allen Dienstleistungsbereichen, vor allem in Information und Kommunikation sowie im Gesundheitswesen. Die Erwerbstätigkeit ging zurück, während die Einkommen stärker als der Konsum stiegen und die Sparquote leicht höher lag.
Sachsen-Anhalt plant, zur Vorreiterregion für automatisiertes und vernetztes Fahren im öffentlichen Nahverkehr zu werden. Sechs Landkreise, Halle (Saale), Magdeburg, die Otto-von-Guericke-Universität und die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH haben ein Memorandum unterzeichnet, um gemeinsam Projekte im ländlichen Raum zu realisieren. Ab 2028 sollen erste Pilotprojekte starten, die den autonomen Verkehr lokal testen. Ziel ist es, bis 2040 autonome Fahrzeuge flächendeckend im ÖPNV einzusetzen, um Mobilität und Lebensqualität zu verbessern sowie die Digitalisierung im Verkehrsbereich voranzutreiben.
Die Konjunkturerholung in Österreich gerät ins Stocken: Im ersten Halbjahr 2026 stagnierte der Einzelhandel nahezu, das reale Umsatzplus lag bei nur 0,1 Prozent. Gründe sind vor allem hohe Energiepreise durch den Iran-Krieg, die Sommerhitze und geopolitische Unsicherheiten. Die Konsumnachfrage bleibt schwach, auch wenn die Inflation zuletzt zurückging. Positiv entwickelt sich die Beschäftigung im Einzelhandel, die Insolvenzzahlen sinken. Die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten hellt sich leicht auf, doch eine breite Belebung des Konsums bleibt aus. Für das Gesamtjahr erwartet das WIFO nur ein verhaltenes Wachstum, die Sparquote der Haushalte sinkt weiter.
48 junge Fachkräfte aus ganz Österreich treten im September 2026 bei den WorldSkills in Shanghai an. Sie messen sich in 42 Berufen mit 1.400 Konkurrenten aus aller Welt und repräsentieren dabei die hohe Qualität des heimischen Ausbildungssystems. Das österreichische Team ist das größte aus Europa und zählt weltweit zu den sieben stärksten Delegationen. Neben dem Kampf um Medaillen steht auch die Vorbildwirkung der Teilnehmer im Vordergrund. Die Veranstaltung soll zeigen, welche Chancen eine berufliche Ausbildung bietet und junge Menschen für Fachberufe begeistern. Österreich blickt auf eine erfolgreiche Geschichte bei internationalen Berufswettbewerben zurück.
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) meldet für 2025 einen deutlichen Anstieg der Schäden durch Zahlungsbetrug auf 115,4 Millionen Euro. Trotz der Zunahme bleibt das Betrugsrisiko pro Transaktion gering, wobei Österreich im EU-Vergleich bei den meisten Zahlungsarten weiterhin unter dem Durchschnitt liegt. Besonders betroffen sind Überweisungen, die zwar nur einen kleinen Teil der Fälle ausmachen, aber rund 78 Prozent des Gesamtschadens verursachen. Auffällig ist der wachsende Anteil von Betrugsfällen durch Social Engineering, bei dem Opfer gezielt getäuscht werden. Die OeNB setzt verstärkt auf Prävention und Finanzbildung, etwa durch Projekttage und Aufklärungskampagnen. Auch technische Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit Behörden sollen die Sicherheit im Zahlungsverkehr weiter erhöhen.
Apple ändert seine Geschäftsbedingungen für Apps im EU-Raum und reagiert damit auf Forderungen der Europäischen Kommission. Entwickler können ab Oktober neue, einheitliche Konditionen wählen, die geringere Provisionen und mehr Auswahl bei Bezahlmethoden bieten. Für alternative App-Vertriebswege wird künftig eine reduzierte Technologieprovision von fünf Prozent fällig. Zusätzlich führt Apple neue Kinderschutzmaßnahmen ein und erweitert die Zulassungskriterien für Betreiber alternativer App-Marktplätze. Die Neuerungen sollen Entwicklern mehr Flexibilität bieten und Nutzern mehr Transparenz sowie Sicherheit garantieren.
Die Gastronomie und Hotellerie in Österreich haben nach intensiven Verhandlungen einen neuen Kollektivvertrag abgeschlossen. Ab Oktober 2026 steigen die Löhne und Gehälter im Schnitt um 3 Prozent, Lehrlinge erhalten eine durchschnittliche Erhöhung von 3,44 Prozent. Für die meisten Beschäftigten wurde zudem eine einmalige Prämie von bis zu 275 Euro vereinbart. Die Sozialpartner betonen, dass der Abschluss ein fairer Kompromiss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist. Die Verhandlungen verliefen respektvoll und zielten darauf ab, sowohl die Interessen der Arbeitnehmer als auch die Herausforderungen der Betriebe zu berücksichtigen.
Die Deutsche Telekom übernimmt für rund eine Milliarde Euro die polnischen Unternehmen Fiberhost und Inea von Macquarie Asset Management. Damit erweitert T-Mobile Polska sein Angebot deutlich: Über 300.000 neue Kunden und ein Glasfasernetz, das mehr als 1,4 Millionen Haushalte erreicht, kommen hinzu. Durch die Akquisition wird T-Mobile Polska vom reinen Mobilfunkanbieter zum umfassenden Telekommunikationsdienstleister. Das Unternehmen kann nun besser mit Wettbewerbern mithalten, die bereits über eigene Festnetzinfrastruktur verfügen, und trägt zur Digitalisierung Polens bei. Der Abschluss der Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der polnischen Wettbewerbsbehörden.
PayPal und die Deutsche Bahn starten eine Cashback-Aktion für Reisende: Wer zwischen 17. August und 13. September 2026 sein Ticket auf bahn.de mit PayPal bezahlt, erhält 5 Prozent des Kaufpreises in PayPal-Punkten zurück. Das Angebot gilt nach vorheriger Aktivierung in der PayPal-App und ist auf maximal 5 Euro pro Kunde sowie insgesamt 250.000 Teilnehmer begrenzt. Die Aktion soll Bahnreisen attraktiver machen und wird über die Kanäle beider Unternehmen beworben. Voraussetzung ist ein deutsches PayPal-Konto. Die vollständigen Bedingungen sind online abrufbar.
Der neue Report von Handelsverband und GAW zeigt erstmals das Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden durch asiatische Billigplattformen wie Temu, Shein und AliExpress in Österreich. Durch den Umsatzabfluss ins Ausland verliert der heimische Handel jährlich 570 Millionen Euro, was zu einem Rückgang des BIP um 212 Millionen Euro und dem Verlust von über 1.600 Arbeitsplätzen führt. Auch der Staatshaushalt leidet unter fast 100 Millionen Euro weniger Steuern und Abgaben. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Betriebe sowie der Mittelstand. Der seit Juli 2026 geltende EU-Pauschalzoll zeigt erste Wirkung und ließ das Paketvolumen aus Fernost um 26 Prozent schrumpfen. Dennoch bleibt die Herausforderung groß, da die Plattformen ihre Geschäftsmodelle anpassen und weitere Maßnahmen zur Fairness im Onlinehandel nötig sind.
Haushalte in Ostdeutschland müssen im Schnitt 13 Prozent mehr für Energie ausgeben als im Bundesdurchschnitt. Besonders hoch ist die Belastung in Bremen, Thüringen und Sachsen, während Bayern die niedrigsten Energiekosten aufweist. Die Unterschiede ergeben sich vor allem durch regionale Preisunterschiede und die geringere Kaufkraft im Osten. Am stärksten betroffen sind Heiz- und Tankkosten, bei denen ostdeutsche Haushalte rund 19 Prozent mehr zahlen als westdeutsche. Ein Anbieterwechsel kann laut Verivox die Ausgaben deutlich senken, besonders für Haushalte, die bisher keinen Vergleich durchgeführt haben.
Eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung zeigt, dass Österreich bei den Arbeitskosten zu den teuersten Ländern der EU zählt. Die Lohnstückkosten, also die Arbeitskosten im Verhältnis zur Produktivität, verzeichnen im internationalen Vergleich einen besonders starken Anstieg. Die Wirtschaftskammer Österreich warnt, dass der Wirtschaftsstandort unter Druck gerät und fordert eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten. Neben hohen Arbeitskosten belasten auch Energiepreise, Bürokratie und die schwache Konjunktur die heimischen Unternehmen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, werden strukturelle Reformen und eine konsequente Entlastung der Betriebe gefordert.
Die deutschen DAX-Konzerne haben im zweiten Quartal 2026 einen Rekordgewinn von 52,6 Milliarden Euro erzielt. Der Umsatz stieg ebenfalls auf ein neues Hoch von 463 Milliarden Euro. Das Wachstum wird jedoch vor allem durch Sonderkonjunkturen in Rüstung, KI-Infrastruktur und Chemie getragen, während die klassische Industrie, insbesondere die Autohersteller, weiterhin unter Druck steht und Gewinneinbußen hinnehmen muss. Trotz der guten Zahlen sinkt die Beschäftigung: 41.000 Stellen wurden im Jahresvergleich abgebaut, insbesondere in der Autoindustrie. Die strukturellen Probleme vieler Konzerne bleiben bestehen, und Experten warnen vor zu großer Euphorie angesichts der Rekordzahlen. Die Zukunft bleibt angesichts weltweiter Krisen und schwacher Konjunktur unsicher.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 69.600 größere Betriebe gegründet, was einem Anstieg von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig ging die Zahl der vollständigen Aufgaben solcher Betriebe um 3,8 Prozent auf etwa 49.800 zurück. Insgesamt wurden etwa 352.400 neue Gewerbe gegründet, ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg auf rund 418.100, während die vollständigen Gewerbeaufgaben mit 246.600 um 0,1 Prozent leicht sanken. Auch die Gewerbeabmeldungen gingen um 2,1 Prozent auf 298.300 zurück.
Die Automobilindustrie in Deutschland erlebt einen historischen Stellenabbau: Zum Ende des 1. Halbjahres 2026 arbeiten rund 42.300 Menschen weniger in der Branche als ein Jahr zuvor. Mit 691.500 Beschäftigten ist dies der niedrigste Stand seit 2005. Besonders betroffen sind Autohersteller sowie Zulieferer von Teilen und Zubehör, während Zulieferer von Karosserien und Anhängern einen leichten Beschäftigungszuwachs verzeichnen. Auch andere große Industriebranchen wie Metall- und Chemieindustrie melden deutliche Rückgänge bei den Arbeitsplätzen. Insgesamt sank die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe um 144.100 auf 5,29 Millionen.
