Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni 2026 auf 2,3 Prozent gefallen und setzt damit den Trend der vergangenen Monate fort. Haupttreiber bleiben die Energiepreise, die aufgrund internationaler Krisen weiterhin hoch sind, jedoch weniger stark steigen als zuvor. Besonders Kraftstoffe und leichtes Heizöl wurden günstiger, während auch die Nahrungsmittelpreise im Vergleich zum Vormonat leicht sanken. Im Jahresvergleich verteuerten sich Energieprodukte um 3,4 Prozent, während Haushaltsenergie teilweise günstiger wurde. Dienstleistungen wurden mit 3,1 Prozent überdurchschnittlich teurer, insbesondere soziale Einrichtungen und Reparaturen. Insgesamt gingen die Verbraucherpreise gegenüber Mai um 0,3 Prozent zurück.
Im April 2026 wurden in Deutschland 2.276 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, ein Anstieg von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren die Branchen Verkehr und Lagerei, das Gastgewerbe sowie das Baugewerbe. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im selben Zeitraum ebenfalls leicht an. Von Januar bis April 2026 registrierten die Amtsgerichte insgesamt 8.551 Unternehmensinsolvenzen, was einem Plus von 6,7 Prozent entspricht. Die Gläubigerforderungen fielen jedoch niedriger aus als im Vorjahr, da weniger große Unternehmen betroffen waren.
Eine neue Fraunhofer-Studie warnt vor einem deutlich steigenden Rohstoffbedarf durch Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien. Besonders Metalle wie Iridium, Lithium und Scandium werden in den nächsten Jahrzehnten stark nachgefragt, was zu potenziellen Engpässen führen könnte. Um die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu sichern, empfehlen die Forschenden Maßnahmen wie Diversifizierung der Lieferketten, Ausbau der Kreislaufwirtschaft und Materialinnovation. Die Studie dient als Frühwarnsystem für Politik und Industrie, um auf die Herausforderungen rechtzeitig zu reagieren.
In Mergelstetten wurde die weltweit erste Demonstrationsanlage für die Pure-Oxyfuel-Technologie in der Zementproduktion feierlich eröffnet. Die Anlage kann bis zu 95 Prozent der CO2-Emissionen aus der Klinkerherstellung abscheiden und gilt als Meilenstein für klimafreundliche Industrieprozesse. Das Projekt, an dem thyssenkrupp Calvion und weitere Partner beteiligt sind, bietet eine Plattform für Forschung und Weiterentwicklung innovativer Technologien. Ziel ist es, die Dekarbonisierung der Zementindustrie voranzutreiben und die Technologie künftig auch in anderen Industriezweigen einzusetzen.
ROSSMANN bringt Ende 2026 ein neues digitales Angebot im Gesundheitsbereich auf den Markt. Kundinnen und Kunden können dann über die ROSSMANN-App nicht nur Arzneimittel bestellen, sondern auch ihr E-Rezept einlösen. Die neue ROSSMANN-Apotheke B.V. mit Sitz im niederländischen Emmen wird das Serviceangebot ergänzen und einen niederschwelligen Zugang zu apothekennahen Produkten bieten. Mit der Integration in die bestehende App, die bereits über 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzer zählt, soll das Einkaufserlebnis nahtlos erweitert werden. Gleichzeitig läuft das Recruiting für das neue Apothekenteam und es werden Partnerschaften mit Unternehmen aus der Gesundheits- und Pharmaindustrie vorbereitet, um das Angebot zum Marktstart zu stärken.
Klinische Studien in Österreich sorgen jährlich für eine Bruttowertschöpfung von 174 Millionen Euro und sichern über 2.200 Arbeitsplätze. Sie entlasten zudem das Gesundheitssystem, da pharmazeutische Unternehmen die Kosten für medizinische Leistungen während der Studien übernehmen. Die aktuelle Studie des Instituts für Pharmaökonomische Forschung zeigt, dass der gesamtwirtschaftliche Effekt klinischer Forschung gestiegen ist. Neben wirtschaftlichen Vorteilen profitieren Patientinnen und Patienten durch frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien. Experten fordern ein stärkeres politisches Bekenntnis, um Österreichs Position als Forschungsstandort zu sichern.
Die MM Group präsentiert mit GreenPeel eine innovative, faserbasierte Verpackungslösung für die Lebensmittelindustrie, die den Kunststoffverbrauch deutlich senken soll. Durch gezieltes Tray-Design und die Wahl nachhaltiger Materialien wird Materialabfall reduziert, ohne die Schutzfunktion und Effizienz entlang der Lieferkette zu beeinträchtigen. GreenPeel-Trays lassen sich nahtlos in bestehende Produktionslinien integrieren und bieten die notwendige Festigkeit für verschiedene Anwendungen. Damit setzt MM auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, um zukunftsweisende Verpackungen für den Markt bereitzustellen.
Apple hat eine mehrjährige Vereinbarung mit Broadcom abgeschlossen, um maßgeschneiderte Chips und moderne Funktechnologien für Apple-Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Das Abkommen im Wert von über 30 Milliarden US-Dollar ermöglicht die Produktion von mehr als 15 Milliarden in den USA hergestellten Chips und schafft hunderte neue Arbeitsplätze. Die Kooperation ist Teil von Apples American Manufacturing Program und beinhaltet Investitionen in die Modernisierung der Broadcom-Fabrik in Fort Collins, Colorado. Insgesamt plant Apple, in den nächsten vier Jahren 600 Milliarden US-Dollar in die US-Wirtschaft zu investieren und so Produktion, Technologie und Arbeitsplätze zu stärken.
TK Maxx erweitert seinen Flagship Store auf der Wiener Mariahilfer Straße und macht ihn zum größten in Österreich. Mit einer Verkaufsfläche von über 4.300 Quadratmetern verdoppelt sich der Raum für Fashion, Beauty, Home & Living und mehr. Die Expansion bringt über 100 neue Arbeitsplätze und bietet täglich neue Marken-Deals mit bis zu 60 Prozent Ersparnis. Shopping-Fans können sich auf eine größere Auswahl von über 30.000 zusätzlichen Produkten freuen, darunter internationale Designer-Labels und angesagte Marken. Der Store wird rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft eröffnet und verspricht ein einzigartiges Einkaufserlebnis mit ständig wechselnden Angeboten.
Wissenschaftler von Oak Ridge National Lab, Cleveland Clinic und IBM haben erstmals komplexe Berechnungen zu Fusionsmaterialien auf einem Quantencomputer durchgeführt. Sie analysierten neun molekulare Konfigurationen eines Materials zur Gewinnung von Tritium, das als Schlüsselbrennstoff für die Kernfusion gilt. Die Ergebnisse gelten als wichtiger Schritt zur Lösung des langjährigen Problems der Tritium-Gewinnung, das bisher die Entwicklung von Fusionskraftwerken bremste. Die Forscher nutzten eine neue Quanten-zentrierte Supercomputing-Methode, um das Verhalten des Materials FLiBe unter extremen Bedingungen zu simulieren. Das Projekt ist Teil der US-Genesis-Mission und soll die Entwicklung sauberer, unbegrenzter Energie durch Fusion beschleunigen.
A1 Telekom Austria AG hat eine neue Lösung zur IT-Sicherheit für Unternehmen vorgestellt: A1 Business Internet Secure. Diese bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, ihre IT-Infrastruktur gegen Cyberbedrohungen wie Phishing und Malware zu schützen, ohne dass dafür zusätzliche Ressourcen benötigt werden. Das Angebot umfasst eine automatische Blockierung gefährlicher Inhalte und ist für die ersten sechs Monate kostenlos, um den Einstieg zu erleichtern. Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1, betont die Notwendigkeit, Sicherheit in die digitale Infrastruktur von Unternehmen zu integrieren und bietet damit eine benutzerfreundliche Lösung, die ohne komplizierte Installation funktioniert. Nach der Testphase stehen flexible Tarifmodelle zur Verfügung, die auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten sind.
Der neue Hochleistungsrechner MUSICA wurde in Innsbruck, Linz und Wien eröffnet und gehört zu den 100 schnellsten Supercomputern weltweit. Mit einer Gesamtleistung von 45 Petaflops übertrifft er die bisherigen österreichischen Supercomputer erheblich. MUSICA unterstützt sowohl klassische Hochleistungsrechner-Anwendungen als auch KI-Anwendungen und ist für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen wie Physik, Chemie und Umweltforschung konzipiert. Die Finanzierung erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft und das Bundesministerium für Wissenschaft. Es bestehen jedoch Bedenken bezüglich der Budgetkürzungen bei Universitäten, die den Betrieb des Supercomputers gefährden könnten.
Laut einer aktuellen EY-Studie haben die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt im ersten Halbjahr 2026 ihren Marktwert erheblich gesteigert, vor allem durch den Boom der Künstlichen Intelligenz (KI). Der kumulierte Börsenwert der Top 100 Unternehmen beträgt nun rund 61,9 Billionen US-Dollar, wobei Technologieunternehmen mit einem Anstieg von 30 Prozent auf 35,2 Billionen US-Dollar besonders profitieren. US-Firmen dominieren die Liste, unter den Top 10 sind acht Unternehmen aus den USA. Europa hingegen zeigt eine schwache Präsenz, was auf fragmentierte Kapitalmärkte und eine schwache Risikokultur zurückzuführen ist. Experten warnen vor einer möglichen KI-Blase und betonen die Dringlichkeit für Europa, im KI-Wettbewerb aufzuholen.
PayPal ist dem European Payments Council (EPC) beigetreten und stärkt damit seine Rolle im europäischen Zahlungsverkehr. Die Mitgliedschaft ermöglicht es PayPal, aktiv an der Gestaltung von Standards, Regeln und Infrastruktur des Zahlungsverkehrs in 41 europäischen Ländern mitzuwirken. Besonders im Fokus stehen Themen wie Interoperabilität, Sofortzahlungen und Betrugsprävention. PayPal möchte durch die Zusammenarbeit mit Branchenpartnern und Regulatoren innovative und nahtlose Zahlungserfahrungen für Verbraucher und Unternehmen in Europa vorantreiben.
Infineon hat in Dresden die Smart Power Fab eröffnet und damit die größte Fabrik für Leistungshalbleiter und Analog/Mixed-Signal-Technologien weltweit geschaffen. Die Investition von fünf Milliarden Euro ist die größte in der Unternehmensgeschichte und sichert 1.000 neue Arbeitsplätze vor Ort. Die Produktionskapazitäten am Standort werden dadurch verdoppelt. Die Chips aus Dresden sollen unter anderem KI-Rechenzentren, erneuerbare Energien und die Automobilindustrie versorgen. Mit modernsten Fertigungsmethoden setzt Infineon auch neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und stärkt die technologische Souveränität Europas. Die Fabrik ist ein wichtiger Impuls für die Industrie und regionale Wirtschaft.
Ab Spätsommer 2026 können Kund:innen von BILLA an einem regelmäßigen Roundtable teilnehmen, um direkt mit dem Vorstand und Expert:innen zu kommunizieren. Das BILLA Kund:innengespräch bietet die Möglichkeit, Ideen und Verbesserungsvorschläge zu Themen wie Einkaufserlebnis, Sortiment und Warenverfügbarkeit einzubringen. Interessierte Kund:innen können sich bis zum 26. Juli 2026 online bewerben. Der Vorstandsvorsitzende Erich Szuchy betont, dass die besten Ideen von den Menschen kommen, die täglich einkaufen. Die Treffen finden alle zwei Monate statt und sollen einen strukturierten Dialog zwischen BILLA und den Kunden ermöglichen, um das Einkaufserlebnis zu verbessern.
Siemens und das britische Unternehmen Frugalpac haben eine innovative Maschine entwickelt, die jährlich rund 14 Millionen Papierflaschen für Wein, Spirituosen und Speiseöle produzieren kann. Diese Flaschen bestehen aus 100% recyceltem Papier und verursachen bis zu 84% weniger CO₂ als herkömmliche Glasflaschen. Durch die neue Technologie werden Herstellungskosten gesenkt und die Produktion kann direkt vor Ort bei Abfüllern erfolgen, was Transportwege verkürzt. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt zu nachhaltigerem Verpacken in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
Die Expansion des stationären Handels in Österreich wird durch steigende Standortkosten zunehmend gebremst. Laut dem aktuellen Shoppingcenter Performance Report 2026 wachsen die Mieten schneller als die Umsätze, wodurch sich das Verhältnis von Umsatz zu Kosten verschlechtert. Händler fordern flexiblere Mietmodelle und gesetzliche Regelungen für Indexmieten. Trotzdem bleibt die Innenstadt der bevorzugte Standort für Neueröffnungen, verliert jedoch an Vorsprung gegenüber Shoppingcentern und Fachmarktzentren. Das Handelsflächenforum 2026 dient als Branchentreffpunkt und verleiht Auszeichnungen an die besten Shoppingcenter Österreichs.
Die Deutsche Bahn stattet ab sofort über 2.000 Mitarbeitende im Fernverkehr mit Bodycams aus. Diese Maßnahme betrifft Zugbegleiter, das Bordgastronomie-Personal sowie Mitarbeitende in den DB Lounges und ist Teil eines umfassenden Aktionsplans zur Erhöhung der Sicherheit auf der Schiene. Die Nutzung der Bodycams bleibt freiwillig, vor dem Einsatz erhalten die Mitarbeitenden eine umfassende Schulung. Mit den Kameras sollen Gewalttaten verhindert und im Ernstfall Beweise gesichert werden. Die Einführung erfolgt als Reaktion auf eine Zunahme von Angriffen auf Bahn-Mitarbeitende, darunter ein tödlicher Vorfall im Februar. Weitere Informationen sind im ICE-Portal und online verfügbar.
Siemens investiert 300 Millionen Euro in den Ausbau seiner Fertigung für Schlüsseltechnologien in Deutschland. Ziel ist die Stärkung der Produktion für die globale Energiewende und Rechenzentren mit Fokus auf KI. Die Investition umfasst ein neues Werk in Offenbach sowie die Erweiterung bestehender Werke in Frankfurt, wodurch bis 2030 rund 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Mit dem Ausbau reagiert Siemens auf die weltweite Nachfrage nach effizienter Energieverteilung und unterstützt die Entwicklung von Rechenzentren und Elektromobilität. Das Unternehmen setzt dabei auf innovative, umweltfreundliche Technologien und bekräftigt sein Engagement für den Industriestandort Deutschland.
