Die deutsche Wirtschaft verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein leichtes Wachstum: Das Bruttoinlandsprodukt stieg preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders die Exporte legten kräftig zu, während staatliche Konsumausgaben ebenfalls deutlich wuchsen. Die privaten Haushalte hielten ihre Ausgaben hingegen stabil. Im Baugewerbe kam es witterungsbedingt zu Rückgängen, während das verarbeitende Gewerbe und viele Dienstleistungsbereiche ihre Leistung steigern konnten. Die Zahl der Erwerbstätigen sank leicht, die Arbeitsproduktivität stieg jedoch an. Im internationalen Vergleich entwickelte sich die deutsche Wirtschaft etwas besser als der EU-Durchschnitt.
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland ist 2025 dramatisch um 18 Prozent auf 206.600 gesunken. Damit wurde der niedrigste Wert seit 2012 erreicht. Besonders stark betroffen sind Neubauten: Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern gab es teils massive Rückgänge. Im Osten fiel der Einbruch mit über 34 Prozent sogar doppelt so hoch aus wie im Westen. Auch die Dauer von der Genehmigung bis zur Fertigstellung verlängerte sich weiter, während die durchschnittliche Wohnfläche erneut schrumpfte. Trotz steigender Baugenehmigungen bleibt ein großer Bauüberhang bestehen, da viele Projekte nicht umgesetzt werden. Die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden nahm ebenfalls ab.
Ikea Deutschland setzt ab Juni 2026 in allen Filialen die „Stille Stunde“ ein. Immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr wird das Einkaufserlebnis für Kundinnen und Kunden reizärmer gestaltet: Musik und nicht sicherheitsrelevante Durchsagen entfallen, die Lichtintensität wird gedimmt und laute Tätigkeiten pausieren. Ziel ist es, Menschen mit Neurodivergenz, sensorischen Empfindlichkeiten sowie Familien und älteren Personen ein angenehmeres Einkaufen zu ermöglichen. Dieses neue Angebot soll Barrieren abbauen und die Inklusion im Einzelhandel fördern. Nach erfolgreichen Testläufen in mehreren Städten reagiert Ikea damit auf die wachsende gesellschaftliche Sensibilität für unterschiedliche Bedürfnisse.
Das EU-Parlament hat eine neue Verordnung zum Schutz der europäischen Stahlindustrie beschlossen. Diese ersetzt das bisherige System und sieht strengere Maßnahmen vor, um die Branche vor globalen Überkapazitäten und Rekordimporten zu schützen. Die zollfreie Einfuhrmenge wird deutlich reduziert und der Zollsatz für Überschreitungen auf 50 Prozent erhöht. Die österreichische Stahlbranche begrüßt die Initiative und fordert, den Schutz auch auf stahlhaltige Produkte auszuweiten. Zusätzlich werden Maßnahmen gegen hohe Energiepreise und für einen effektiven CO₂-Grenzausgleich gefordert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie langfristig zu sichern.
Das deutsche Gastgewerbe musste im März 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz real um 2,2 Prozent, nominal um 1,3 Prozent. Besonders betroffen waren Hotels und Beherbergungsunternehmen, die ein reales Minus von 5,6 Prozent verzeichneten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt der reale Umsatz sogar 5,2 Prozent niedriger, während er nominal leicht zulegte. Die Gastronomie zeigte sich etwas stabiler, mit einem realen Rückgang von nur 0,1 Prozent gegenüber Februar. Insgesamt befindet sich der reale Umsatz im Gastgewerbe auf dem niedrigsten Niveau seit März 2022, als die Nachwirkungen der Corona-Krise noch deutlich spürbar waren.
Der Semmering-Basistunnel erreicht einen wichtigen Meilenstein: Erstmals durchquerte eine offizielle Delegation den Tunnel von Gloggnitz nach Mürzzuschlag. Der symbolische Durchbruch markiert das nahende Ende der Bauphase eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs. Ab Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Tunnel fahren und die Reisezeit zwischen Wien und Graz auf unter zwei Stunden verkürzen. Das Projekt gilt als Impuls für klimafreundlichen Verkehr und stärkt den Wirtschaftsstandort. Bis zur Inbetriebnahme stehen noch umfassende technische Ausrüstungen und Gleisarbeiten an.
Der digitale Handel in Österreich erreicht ein neues Hoch: 90 Prozent der Bevölkerung kaufen online ein, wobei das Smartphone für 65 Prozent das bevorzugte Gerät ist. Besonders gefragt sind Bekleidung, Schuhe und Beauty-Produkte, aber auch Lebensmittel und Versicherungen werden zunehmend digital erworben. Digitale Zahlungen sind in allen Altersgruppen etabliert, dennoch bleibt Bargeld mit 40 Prozent relevant. Während Online-Buchungen bei Reisen und Apothekenartikeln zunehmen, bleibt der stationäre Einkauf in Gastronomie und Gesundheit stark. Die Österreicher setzen auf einfache, sichere und vertraute Zahlungsmethoden.
Mit dem Projekt TransEuroOGS entsteht ein europaweites Netz optischer Bodenstationen für abhörsichere Quantenkommunikation. Deutschland, Griechenland, Irland und Luxemburg arbeiten gemeinsam an der technischen Harmonisierung und Interoperabilität von acht Stationen, die Satelliten und Glasfasernetze verbinden. Ziel ist es, die technologische Souveränität Europas zu stärken und die Grundlage für sichere, transnationale Kommunikation zu schaffen. Das von der EU und den beteiligten Staaten mit 18 Millionen Euro finanzierte Vorhaben ist Teil der EuroQCI-Initiative. Bis 2029 werden Standards entwickelt und Demonstrationen durchgeführt, um die Quantenkommunikation für öffentliche und private Anwendungen in ganz Europa zu ermöglichen.
Die NÜRNBERGER Versicherung ist nun offiziell Teil der Vienna Insurance Group (VIG), nachdem alle Angebotsbedingungen erfüllt wurden. Die VIG hält nun 99,2 Prozent der Aktien an der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Mit der Integration soll die Transformation der NÜRNBERGER zum Präventionsversicherer beschleunigt werden. Kundinnen, Vertriebspartner und Mitarbeitende sollen von der neuen Partnerschaft profitieren. Trotz der Übernahme bleibt die NÜRNBERGER als eigenständiges Unternehmen mit eigener Marke auf dem deutschen Markt aktiv. Das Unternehmen setzt sein Transformationsprogramm fort und erhält dabei Unterstützung von der VIG, insbesondere bei der Modernisierung der IT-Systeme.
IKEA hat das beliebte Schranksystem PAX überarbeitet und präsentiert nun den neuen "Ratzfatz-PAX". Die innovative Faltkonstruktion ermöglicht einen schnellen und werkzeuglosen Aufbau in weniger als 20 Minuten. Dank der neuen Technik lässt sich der Schrank leichter transportieren und mehrfach aufbauen, was besonders für flexible Wohnsituationen praktisch ist. Das neue System bleibt mit bisherigen PAX-Elementen kompatibel und bietet weiterhin zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten bei Türen, Farben und Innenausstattung. Trotz der Verbesserungen bleiben die Preise unverändert, während sich der Montageaufwand und die Anzahl der Einzelteile deutlich reduzieren.
Lidl sorgt auch heuer bei Rock am Ring und Rock im Park mit eigenen Festivalfilialen für die Rundumversorgung der Besucher. In den temporären Stores stehen rund 350 Produkte bereit – von frischem Obst und Getränken bis hin zu Campingausrüstung und exklusiven Fanartikeln. So können Musikfans direkt vor Ort alles Nötige einkaufen und sparen sich den mühsamen Transport von Vorräten. Zusätzlich setzt Lidl auf ein breites Rahmenprogramm: Yoga-Sessions, DJ-Auftritte, eine Glamrock-Station zum Schminken und eine Grillstation bieten Abwechslung und Festivalspaß. Für Nachwuchskräfte ist das Projekt zudem eine besondere Chance, Verantwortung zu übernehmen.
Die OMV hat den größten Gasfund Österreichs seit vier Jahrzehnten in Wittau in Produktion gebracht. In der ersten Phase werden rund 11 Terawattstunden Gas erschlossen, was einer Versorgung von 100.000 Haushalten über zehn Jahre entspricht. Die geplanten Lieferungen sollen bereits im Winter 2026/27 starten. Das Projekt verdoppelt bei vollem Ausbau die heimische Gasproduktion der OMV. Insgesamt sind bis zu 48 Terawattstunden förderbare Ressourcen möglich. Die Investitionen belaufen sich zunächst auf 150 Millionen Euro, mit weiterem Ausbaupotenzial. Damit stärkt OMV die Versorgungssicherheit und schafft lokale Wertschöpfung.
Der öffentliche Verkehr in der Ostregion verzeichnet 2025 erneut einen Fahrgastrekord: Über 1,15 Milliarden Menschen nutzten Bus, Bahn und ergänzende Mobilitätsangebote, was einem Anstieg von 2,4 Prozent entspricht. Besonders gefragt sind KlimaTickets und digitale Services, die das Angebot flexibler und nutzerfreundlicher machen. Das Liniennetz wurde weiter ausgebaut und umfasst nun 918 Linien mit über einer Million Stammkundinnen und -kunden. Auch die Nutzung von Bedarfsverkehren und digitalen Fahrgastinformationen steigt kontinuierlich, was die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für eine nachhaltige Mobilität in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland unterstreicht.
Der Abschluss von Versicherungen im Internet ist für die meisten Deutschen mittlerweile selbstverständlich. Laut einer aktuellen Umfrage haben 89 Prozent der Befragten bereits mindestens eine Versicherung online abgeschlossen – besonders beliebt sind Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox. Jüngere Altersgruppen nutzen digitale Angebote besonders intensiv, aber auch zwei Drittel der Seniorinnen und Senioren haben bereits online eine Police erworben. Die Wahl des Online-Abschlusses hängt oft von der Versicherungsart ab. Reiserücktritts- und Tierversicherungen werden am häufigsten online abgeschlossen, gefolgt von Kfz- und Auslandsreise-Krankenversicherungen. Seltener werden Hausrat- oder Privathaftpflichtversicherungen digital abgeschlossen.
Hofer startet ab 18. Mai eine exklusive Sammelaktion mit PLAYMOBIL-Figuren der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Insgesamt sind zwölf verschiedene ÖFB-Stars als Miniaturen erhältlich. Wer bei Hofer einkauft, kann die Figuren günstiger erwerben, zudem gibt es limitierte Sets und Zubehör wie einen Sammelkoffer und ein Torschuss-Set. Begleitend zur Aktion lockt ein großes Gewinnspiel mit attraktiven Preisen, darunter ein Hyundai Inster, Reisegutscheine, Tagestickets für den PLAYMOBIL-FunPark und signierte Fanartikel. Die Teilnahme ist online vom 18. Mai bis 26. Juli möglich.
Der österreichische Einzelhandel zeigte sich im ersten Quartal 2026 stabil und konnte seine Umsätze leicht steigern. Besonders der Lebensmittelhandel entwickelte sich robust, während sich der Non-Food-Bereich unterschiedlich entwickelte. Erfreulich ist, dass erstmals seit drei Jahren wieder ein Beschäftigungsplus verzeichnet wurde, was die Rolle des Handels als stabilen Arbeitgeber unterstreicht. Die Inflation lag zwar weiterhin über dem EZB-Zielwert, hat sich aber gegenüber den Vorjahren deutlich abgeschwächt. Dennoch bleibt der Ausblick für die kommenden Monate verhalten, da sowohl Händler als auch Konsumenten die Zukunft skeptischer einschätzen. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet.
Das Finanzamt Österreich hat Mitte April rund 960.000 Euro sichergestellt, nachdem massive Bilanzfälschungen, ein illegaler Goldhandel und ein undokumentiertes Geldtransfer-Netzwerk aufgedeckt wurden. Die Täter versuchten vergeblich, ihre Vermögenswerte in einem angrenzenden Elektrohandel zu verstecken. Die Ermittlungen brachten eine manipulierte Buchhaltung, fiktive Stornobuchungen und illegal abgesetzte Privatausgaben ans Licht. Neben Steuerhinterziehung besteht der Verdacht auf Geldwäsche und mögliche Terrorfinanzierung. Das Finanzamt konnte die Abgabenschuld noch vor Ort sichern.
Im März 2026 legte der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 5,0 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Besonders stark wuchsen die Bestellungen in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, Maschinenbau sowie Datenverarbeitungsgeräten. Auch die Nachfrage nach Investitions-, Vorleistungs- und Konsumgütern stieg spürbar. Im Dreimonatsvergleich bleibt das Niveau allerdings unter dem des Vorquartals, was vor allem auf außergewöhnlich viele Großaufträge Ende 2025 zurückzuführen ist. Die Umsätze im März lagen leicht über dem Vormonat, blieben aber unter dem Vorjahreswert.
Der Eurovision Song Contest in Wien sorgt für einen kräftigen Umsatzschub im österreichischen Handel. Laut Handelsverband planen 17 Prozent der Bevölkerung zusätzliche Ausgaben rund um das Event, vor allem für Lebensmittel, Getränke und Fanartikel. Insgesamt wird ein Mehrumsatz von rund 70 Millionen Euro erwartet. Auch Musikfestivals und Sport-Großveranstaltungen kurbeln den Konsum an. Besonders die Generation Z zeigt eine hohe Ausgabebereitschaft und Interesse an Events. Regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede prägen das Konsumverhalten. Veranstaltungen gelten laut aktueller Studie als wichtiger Motor für den Handel.
UniCredit hat ein offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank veröffentlicht. Das Angebot sieht einen Tausch von 0,485 UniCredit-Aktien für jede Commerzbank-Aktie vor, was einem Wert von rund 31,07 Euro pro Aktie entspricht. Dieser Preis liegt um 8,7 Prozent unter dem letzten Börsenkurs der Commerzbank. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden das Angebot nun prüfen und eine Stellungnahme abgeben. Am 8. Mai will die Commerzbank zudem ihre Quartalsergebnisse sowie eine Strategieaktualisierung bis 2030 präsentieren.
